11 Medizin-Mythen im Fakten-Check

11 Medizin-Mythen im Fakten-Check
Stimmts oder nicht?

Buzz checkt, ob die gängigsten Medizin-Mythen stimmen.

Jeder kennt sie, die Weisheiten der Medizin. Als guter Ratschlag der Eltern, ernst gemeinte Warnung der Kollegen oder gar als Tipp vom Arzt – Buzz erklärt, was hinter den 11 gängigsten Medizin-Mythen steckt.

Gelenke knacken sorgt für Gicht
Ein Forscher hat im Selbststudium versucht, herauszufinden, was hinter diesem Mythos steckt. Er hatte 50 Jahre lang seine linke Hand knacken lassen, die rechte hingegen nicht. Das banale Ergebnis: Beide Hände sind gleich gesund geblieben.

Kaugummis verschlucken
Wer Kaugummis verschluckt, verklebt den Magen, die werden im Blinddarm gesammelt und bleiben jahrelang im Körper: Alles nur ein Mythos. Tatsächlich kann der Körper Kaugummis nicht verdauen, sie werden – so wie vieles andere auch – normal bei der nächsten „Sitzung“ ausgeschieden.

Nach dem Klo gehen desinfizieren!
Stimmt nicht – normales Hände waschen reicht. Denn die Toilette ist keinesfalls so keimbelastet, wie man glauben möchte. Eine normale Computertastatur hat das Vierhundertfache an Mikroben auf der Oberfläche. Außerdem trocknet das Desinfektionsmittel die Haut aus.

Medizin Mythen

 Man muss mindestens drei Liter Wasser am Tag trinken
Wasser ist das wichtigste Nahrungsmittel von allen. Schließlich verdurstet man viel schneller, als man verhungert. Der Körper weiß selbst, wie viel Flüssigkeit er benötigt, und meldet sich bei Bedarf – das nennt sich dann Durst. Mehr braucht er nicht. Ausnahmen gibt es bei alten Menschen, deren Durstgefühl manchmal nicht mehr richtig anspringt – zum Beispiel Kranke und Alte.

Testosteron macht (Männer) aggressiv
Dieses Klischee ist tief in uns verankert: Wer aggressiv ist, hat einen zu hohen Testosteronlevel im Blut. Doch die Wissenschaft weiß noch nicht allzu viel darüber, wie das Sexualhormon das Verhalten beeinflusst. Sicher ist aber: Im Blut von Männern liegt es in zehnfach höherer Konzentration vor als in dem von Frauen. Und neuere Studien deuten sogar darauf hin, dass das Testosteron Männer fairer sein und weniger lügen lässt – also ganz das Gegenteil vom üblen Klischee.

Lesen bei schwachem Licht schadet den Augen
Kurze Antwort: Nein, es schadet nicht, es strengt nur an. Dieses aber oft nicht nur beim Lesen, sondern auch noch am nächsten Tag, wenn man wieder so müde ist, weil man noch so lange gelesen hat. Den Augen selbst macht schwaches Licht nichts aus. Auch wer bei Kerzenschein liest, braucht auf absehbare Zeit keine Brille.

Medizin Mythen

Vor dem Sport sollte man sich dehnen
Generationen von Sportlern mussten und müssen sich dehnen, bevor sie lossprinten, Fußball spielen oder Kampfsport betreiben. Sie meinen zumindest, es zu müssen. Doch sie sollten es sich gut überlegen, denn durch das Dehnen reduziert der Sportler die Spannung der Muskeln und damit seine Leistungsfähigkeit. Wer sich also unbedingt dehnen will, sollte das ganz am Anfang des Aufwärmprogramms tun, sonst mindert er seine Leistungsfähigkeit.

Medizin Mythen

Spätes Essen macht Dick
Entwarnung für den Mitternachtssnack – es gibt keine Studie, das das beweisen kann.

Vor Mitternacht schläft man am besten
Auch dafür gibt es keine wissenschaftlichen Beweis. Tatsächlich ist der Zeitpunkt gar nicht ausschlaggebend, sondern die Regelmäßigkeit. Wer also täglich um dieselbe Uhrzeit schlafen geht, schläft leichter ein als jemand, der das zu völlig verschiedenen Zeiten tut.

Eine Rasur lässt das Haar wachsen
Man stelle sich vor, dieser Mythos wäre wahr: Es gäbe keinen einzigen ungewollten Glatzenträger mehr. Einfach über die Glatze rasieren – und die Haare spriesen wieder! Aber das ist, leider, nur ein Mythos. Schon 1928 zeigten Forscher in einer Studie, dass eine Rasur weder mehr noch dickere noch dunklere noch stabilere noch längere Haare erzeugt. Die nachwachsenden Haare sind halt nur noch nicht der Sonne ausgesetzt gewesen und erscheinen – jedenfalls bei Dunkelhaarigen – deshalb dicker und dunkler.

Wir nutzen nur zehn Prozent unseres Gehirns
Das soll Albert Einstein so behauptet haben – aber ist falsch. Weder ist eine Aussage des Genies dazu bekannt, noch ein Beleg. Hirnscanner haben gezeigt, dass sämtliche Areale im Menschlichen Gehirn benutz werden – aber nicht immer Gleichzeitig.

Quecksilberhaltige Amalgam-Füllungen sollte man entfernen
Ja, es stimmt: Die viel verschrienen Zahnfüllungen aus Amalgam geben Quecksilber in den Körper ab. Aber die Menge ist sehr, sehr gering. In Studien hat sich gezeigt, dass davon keinerlei Gefahr für den Menschen ausgeht. Amalgam-Füllungen herauszunehmen ist also überflüssig. Es kostet Geld (auch weil sie gern durch Goldfüllungen ersetzt werden) – und setzt letztendlich mehr Quecksilber frei, als wenn man die Füllungen im Zahn lässt.

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