Bilder zeigen brutale Straßen-Justiz in Peru

Bilder zeigen brutale Straßen-Justiz in Peru
Südamerika

Menschen machen mit Dieben kurzen Prozess, weil sie nicht aufs Gesetz vertrauen.

Immer mehr Peruaner haben das Vertrauen in Polizei und Justiz verloren und nehmen die Gerechtigkeit selbst in die Hand. In Facebook-Gruppen organisiert sich die "Fang Deinen Dieb"-Bewegung und postet brutale Fotos und Videos von der Straßenjustiz. Anstelle die Polizei zu rufen, werde man mit Verbrechern selbst fertig, schreiben die Mitglieder im sozialen Netzwerk.

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Populäre Bestrafungen sind Auspeitschen, Anprangern oder Prügelstrafe. In einigen Fällen mussten Verbrecher sogar auf Ameisenhügeln ausharren oder scharfe Chilischoten essen. 

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Die Anhänger des gefährlichen Trends behaupten, dass man nur mit diesen Methoden der zunehmenden Kriminalität in Peru Einhalt bieten könne. Doch Kritiker warnen. Die wütenden Mobs teilen ihre "Gerechtigkeit" ohne fairen Prozess aus, auch Unschuldige können ins Visier der "Rächer" geraten. Anfang September wurde ein Mann, den man mit einem Dieb verwechselt hatte, fast zu Tode geprügelt.

Kritiker nehmen auch die Polizei ins Visier, denn die gewalttätigen Racheaktionen sind ungesetzlich. Dennoch wurde bisher nicht gegen die Anhänger der Straßenjustiz vorgegangen.

Fahrt aufgenommen hatte die Bewegung vor einem Monat, als eine Hausfrau und ihre Nachbarin einen Dieb 2 Stunden bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten haben - und die Beamten den Verbrecher nach 30 Minuten einfach gehen ließen.

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