Journalist wollte ISIS-Geisel werden

Journalist wollte ISIS-Geisel werden
Syrien/USA

Aufdecker Günter Wallraff bot sich zum Austausch an.

Der Journalist Günter Wallraff hat sich der US-Regierung im vergangenen Jahr als eine Art "Austauschgeisel"  angeboten. Er war bereit, im Austausch für einen amerikanischen Soldaten als Geisel zu ISIS zu gehen. Das sagte Wallraff dem Magazin der "Süddeutschen Zeitung" vom Freitag.

Risiko extrem groß

"Ich suchte Kontakt zur US-Botschaft und bot denen an, dass ich mich gegen ihn austauschen lasse", sagte Wallraff der Zeitung. Es sei sogar zu einem Treffen mit einem Vertreter der Botschaft gekommen. Dieser habe ihm aber klar gemacht, dass ein Austausch für die USA nicht infrage käme - unter anderem auch wegen des Risikos für Wallraff. Auch sein Angebot, ein vom IS gefordertes Lösegeld mit Spenden und eigenen Mitteln aufzubringen, habe die US-Regierung abgelehnt, sagte Wallraff weiter.

Der 73-Jährige ist seit Jahrzehnten engagiert, gesellschaftliche Missstände aufzudecken. Dafür schlüpfte er in verschiedene Rollen, um verdeckt zu recherchieren.

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