Künstlerin strickt Wolle aus ihrer Vagina

Künstlerin strickt Wolle aus ihrer Vagina
Aufsehenerregend

Jenkins erhielt eine Flut an beleidigenden Kommentaren. Nun schlägt sie zurück!

Als die Künstlerin Casey Jenkins Ende 2013 einen Schal mit Wolle aus ihrer Vagina strickte, erhielt sie jede Menge beleidigende Kommentare und beendete daraufhin ihre Kunst-Auftritte. Nun ist sie wieder zurück, diesmal mit einem gewaltigen Konter: Sie strickt nun all die Hasskommentare, die sie 2013 erhalten hat, auf Poster. Und wieder kommen dabei Wolle aus ihrer Vagina und Menstruationsblut zum Einsatz.



Ursprüngliches Projekt
Ende 2013 startete ihr ursprüngliches Projekt, bei dem sie für 28 Tage einen überdimensionalen Schal strickte. Dazu führte sie sich täglich ein weißes Wollknäuel in ihre Scheide ein. Auch als ihre Menstruation einsetzte, hörte sie nicht auf, zu stricken und verpasste ihrem Schal somit ein blutiges Muster. Ein rosa-braun-weißer Schal visualisierte somit ihren Zyklus.

"Es ist auf eine Art und Weise leicht unangenehm, manchmal sogar erregend", beschrieb Jenkins das Gefühl des Wollknäuels in ihrer Vagina. Auch wenn man sich ein wenig eingeschränkt fühle, täte es nicht weh.

Mit Vorurteilen aufräumen
"Casting Off My Womb" - so hieß ihr Projekt - sollte mit Vorurteilen rund um den weiblichen Körper aufräumen. "Ich hoffe, dass Menschen all die Ängste und negativen Assoziationen mit der Vulva in Frage stellen", erklärte die Künstlerin gegenüber der News-Webseite Gawker.

Doch sie erntete für ihr Projekt jede Menge negative Reaktionen. Hasskommentare, Spott, Ekel, ja sogar Todesdrohungen waren dabei. Schließlich veröffentlichte sie einen persönlichen Kommentar im The Guardian, um ihr Projekt zu rechtfertigen.

Neues Projekt
"Programmed To Reproduce" heißt ihr neues Projekt, mit dem sie sich nun zurückmeldete. Hierbei fertigen industrielle Strick-Maschinen Poster mit den Hasskommentaren an, die sie erhalten hat. Woraus bestehen diese Poster? Natürlich aus Wolle, auf die sie zuvor menstruiert hatte. Außerdem strickt sie zurzeit einen Kokon aus Vaginalwolle, der ihren Wunsch nach mehr Privatsphäre signalisieren soll.

Nun erklärte sie auch, dass sie die vielen negativen Reaktionen doch sehr belastet hätten, denn der ganze Hass könne ganz schön zermürbend sein. In Form von Briefen und E-Mails erhielt die 36-jährige dennoch auch Anerkennung. Durch ihre Familie, Freunde und Fans wurde sie zum Weitermachen motiviert. "Gender-Missbrauch im Internet ist allgegenwärtig und verstörend, kann aber potenziell transformierend sein", schreibt Jenkins wiederum in einem Kommentar. "Ich möchte weder von der Realität erdrückt werden, noch mich vor ihr verstecken müssen."

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