Schüler sollten ISIS-Plakate malen

Schüler sollten ISIS-Plakate malen
USA

Verfehlte Aufgabe ließ Eltern die Wand hochgehen.

In einer fragwürdigen Aufgabe hat eine Lehrerin im US-Bundesstaat Utah ihre Schüler Propagandaplakate für Terrorgruppen wie den Islamischen Staat (IS) malen lassen. "Fertige ein Propagandaplakat für eine der Terrororganisationen an, die wir besprochen haben", heißt es im Text für den Geschichtsunterricht einer neunten Klasse an der High School in Salem.

Die Poster sollen "ordentlich, farbig und professionell" sein. Auf einem beigefügten Informationsblatt wird den gut 60 Teenagern erklärt, warum junge Muslime dem IS beitreten. "IS bietet jungen Muslimen einen Zweck zu leben und zu sterben", heißt es darin. Im Irak und in Syrien würden sie als "Brüder und Schwestern" akzeptiert. Anders als Al-Kaida habe der IS auch eine starke finanzielle Basis und werde lange bestehen. Zudem präsentiere der IS sich im Internet attraktiver, anders als Al-Kaida mit deren "langweiligen Monologen".

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Eltern protestierten
Nach der Aufgabe am Mittwoch hatten mehrere Eltern sich am Donnerstag bei der Schule gemeldet und dagegen protestiert, wie eine Sprecherin des Schulbezirks am Freitag auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur sagte. Eigentlich hätte die Aufgabe vorher von anderen Lehrern überprüft werden müssen. Die gemalten Poster seien geschreddert worden.

Keine böse Absicht
Die Lehrerin sei noch in der Ausbildung und habe ihr Praktikum an der Schule erst vor drei Monaten begonnen, sagte die Sprecherin. "Es tut ihr extrem leid. Sie ist jung und naiv, noch eine College-Studentin." Sie habe den Schülern lediglich beibringen wollen, wie Terrorgruppen im Nahen Osten neue Mitglieder rekrutieren.

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