Terror in Paris: 6 wichtigste Fragen

Terror in Paris: 6 wichtigste Fragen
Was man wissen muss

Mindestens 120 Tote in Frankreich.

Was ist passiert?

An mindestens sechs verschiedenen Orten in Paris sind am späten Freitagabend die schlimmsten Anschläge in Frankreich seit dem Zweiten Weltkrieg verübt worden. Ziele der bewaffneten, unmaskierten jungen Männer waren Straßencafés und Bars, am schlimmsten getroffen wurde die Konzerthalle Bataclan. Die Attentäter feuerten 15 Minuten lang mit Sturmgewehren auf die Besucher eines Rock-Konzerts. Als die Polizei die Halle stürmte, jagten sich drei Bewaffnete mit Sprengstoffgürteln in die Luft, ein vierter wurde von der Polizei erschossen.

Schießereien und Selbstmordattentate gab es auch in der nähe des Pariser Fußballstadions "Stade de France", wo ein Länderspiel zwischen Frankreich und Deutschland ausgetragen wurde. 

Wie viele Tote sind zu beklagen?

Mindestens 120 Menschen wurden Medienberichten zufolge in der Nacht auf Samstag getötet, Dutzende Opfer schweben noch in Lebensgefahr. Der Blutzoll der Anschläge könnte sich in den kommenden Tagen daher noch erhöhen.

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Wer waren die Attentäter?

Noch hat sich keine Gruppe offiziell zu den Anschlägen bekannt. Beobachter gehen davon aus, dass die Terroristen von der Gruppe ISIS stammen könnten. Dafür sprechen Zeugenberichte: Die Attentäter riefen demnach "Gott ist groß" und machten die französische Beteiligung bei den Luftschlägen in Syrien und dem Irak verantwortlich. In einschlägigen Foren feierten islamische Extremisten die Anschläge.

Noch ist außerdem unklar, ob bereits alle Attentäter gefasst bzw. getötet wurden, oder ob sich Beteiligte noch auf der Flucht befinden.

Wie reagiert Frankreich?

Präsident Hollande hat für ganz Frankreich den Ausnahmezustand ausgerufen. In Paris ist der Straßenverkehr eingeschränkt, die Regierung hielt die Bürger dazu an, in ihren Wohnungen zu bleiben. 1.500 zusätzliche Soldaten wurden mobilisiert und das Personal in den Krankenhäusern der Hauptstadt vervierfacht.

Bei den Bürgern sitzt der Schock tief. Die Zivilgesellschaft reagiert mit Wut und Fassungslosigkeit. Viele Pariser und Pariserinnen sorgen sich um ihre Angehörigen, auf Facebook und beim Innenministerium wurden Ortungsdienste für Vermisste eingerichtet. 

Internationale Staatschefs haben dem französischen Volk bereits Solidarität erklärt.

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Wie reagiert Österreich?

Die österreichischen Behörden haben in einer ersten Reaktion auf die Angriffe in Paris die allgemeinen Sicherheitsmaßnahmen präventiv erhöht. Das sagte Innenministeriumssprecher Karl-Heinz Grundböck in der Nacht auf Samstag der APA. Man stehe mit den Behörden auf europäischer Ebene in Kontakt. "Die Informationslage aus Paris ist aber derzeit noch relativ unklar", betonte Grundböck.

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