NÖ-Wahl: Pröll zertrümmert SPÖ

NÖ-Wahl: Pröll zertrümmert SPÖ
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570 Gemeinden wählten - Polit-Beben in Wiener Neustadt und Schwechat.

Mehr als eine Million Wähler haben bei der Gemeinderatswahl in Niederösterreich entschieden – und einen ersten Stimmungstest für das Superwahljahr 2015 abgeliefert Die ÖVP von Erwin Pröll konnte bei der Gemeinderatswahl am Sonntag ihre 51 %-Mehrheit halten – was der Landeshauptmann auch als großen Erfolg feiert. Nur in Klosterneuburg müssen die Schwarzen eine Schlappe hinnehmen.

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SPÖ verliert in mehreren größeren Städten
Erwischt hat es diesmal die SPÖ – sie muss landesweit 2,8 Prozentpunkte abgeben. Die ÖVP hatte die Roten im Wahlkampf vorgeführt.

GR Ergebnis ges  Grafik: Die ÖVP konnte diesmal ein leichtes Plus verzeichnen - nicht zuletzt durch eine Korrektur der Wahlergebnisse von 2010 durch die Wahlbehörde am Sonntag.

Wiener Neustadt – die zweitgrößte Stadt des Landes – war erklärter Hauptkampfplatz der VP-Offensive gegen die Roten. Hier verliert die SPÖ sogar die Absolute, büßt mehr als 8 % ein. Bürgermeister Bernhard Müller tritt noch am Wahlabend zurück.

In Gänserndorf geht gleich der erste Platz verloren (an die ÖVP).

Und in Schwechat muss der rote Bürgermeister unfassbare 24 % abgeben! 

Nur in Traiskirchen kann SPÖ-Bürgermeister Andreas Babler mit seinem Kampf gegen das Asyllager 73 % erreichen.

Insgesamt verliert die SPÖ 283 Gemeinderatssitze, die ÖVP gewinnt 74 dazu.

FPÖ und Grüne legen in den Gemeinden leicht zu
Zulegen können FPÖ (+1,85 %) und Grüne (+1 %). Die Neos schaffen nur 0,9 % – und immerhin 36 Gemeindevertreter.

GR Mandate ges
Grafik: Mit 6.746 Mandaten hält die ÖVP in Niederösterreich weiterhin die Absolute.

HOTSPOT 1: Wiener Neustadt
ÖVP-Chef Erwin Pröll wollte die SPÖ-Absolute in der zweitgrößten Stadt Niederösterreichs brechen – und er hat es geschafft. Die SPÖ verliert die absolute Mehrheit an Mandaten, Prölls Vertrauter Klaus Schneeberger triumphiert. Die SPÖ muss jetzt einen neuen Parteichef suchen.

wahl_neustadt.jpg  Ergebnis Wiener Neustadt

HOTSPOT 2: Traiskirchen

Die Stadt Traiskirchen im Bezirk Baden war in den vergangenen Jahren Zentrum der Asyldebatte durch das Flüchtlings-Erstaufnahmezentrum geworden. Für sein Engagement dabei dürfte Stadtchef Andreas Babler von den Bürgern belohnt worden sein – seine SPÖ wuchs um 4,2 Prozent auf 73,1 Prozent.

HOTSPOT 3: Amstetten
Schmerzhafte Verluste gibt es für die Sozialdemokraten in der Mostviertel-Stadt Amstetten. Um 10,8 Prozentpunkte sackt die SPÖ dort ab, verliert die absolute Mehrheit und kommt auf 46,5 Prozent. Am stärksten profitieren kann die FPÖ – die Blauen legen 4,5 Prozent auf 16,9 Prozent zu.

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Ergebnis Amstetten

HOTSPOT 4: Klosterneuburg
Schwerer Schlag für den jungen ÖVP-Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager in Klosterneuburg: Seine ÖVP verlor knapp acht Prozentpunkte und hat jetzt nur noch 47,5 %. Damit erreicht die ÖVP nur noch 20 der insgesamt 40 Mandate im Gemeinderat – ein Paukenschlag in der größten Wiener Umlandgemeinde. 

HOTSPOT 5: Schwechat
Ein schwarzer Wahlsonntag für Bürgermeister Gerhard Frauenberger (SPÖ). Er verliert mit seiner Partei gleich um 23,48 Prozentpunkte (!), kommt auf nur mehr 34,88 %. Damit verliert die SPÖ auch die Absolute im Schwechater Stadtparlament. Auf Platz zwei kommt die FPÖ mit rund 24 Prozent, dahinter die starken Grünen und weit abgeschlagen die ÖVP. 

HOTSPOT 6: Mödling
Die 20.495-Seelen-Stadt im Süden Wiens hat am Sonntag eine neue starke Kraft bekommen – während der erste Platz trotz Verlusten klar an die ÖVP geht, kann ihr „Koalitionspartner“, die Grünen, den zweiten Platz noch vor der SPÖ erringen.

HOTSPOT 7: Waidhofen/Thaya
Damit hat FPNÖ-Klubobmann Gottfried Waldhäusl trotz aller Zuversicht nicht gerechnet. Beim ersten Wahl-Antritt in seiner Heimatgemeinde Waidhofen/Thaya verschaffte er den Blauen 23,7 Prozent – ein Plus von 15,88 Prozent. Statt der bisher zwei Mandate kommt die FPÖ auf sieben. Freuen dürfen sich auch die Grünen über ein Plus von 10,27 Prozent und vier Mandaten statt bisher einem.

HOTSPOT 8: Gmünd
„Wir haben unser Wahlziel erreicht und die absolute Mehrheit der SPÖ gebrochen“, freut sich Vizebürgermeisterin Helga Rosenmayer (ÖVP). Mit 42,92 Prozent (+2,31 Prozent) konnten die Schwarzen der SPÖ einen Sitz im Gemeinderat wegschnappen. Das heißt: Statt bisher 12 belegt die ÖVP nun 13 Mandate. Nichtsdestotrotz bleibt Gmünd rot, zumindest vorerst. Denn die SPÖ, mit dem erst 29-jährigen Stadtchef Andreas Beer, erreichte 45,7 Prozent und 14 Mandate.

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Ergebnis Gmünd

HOTSPOT 9: Großhofen
In Großhofen, der kleinsten Gemeinde von NÖ (88 Wahlberechtigte), galten 64 der 82 abgegeben Stimmen der ÖVP. Sie erreichte somit einen Anstieg von 73,91 auf 78,05 Prozent und zehn Mandate. Die restlichen drei Plätze im Gemeinderat sicherte sich die „Liste Großhofen“ mit 21,95 Prozent. Die SPÖ, die seit der Wahl 2010 drei Mandate inne hatte, trat dieses Mal nicht an. Und Großhofens Wähler sind keineswegs wahlmüde: Die Wahlbeteiligung lag bei 93,18 Prozent.

HOTSPOT 10: Wieselburg
Wieselburg ist seit dem Wahlsonntag noch stärker rot gefärbt. Die beiden SPÖ-Urgesteine Sepp Leitner (Ex-Landesvize) und der ehemalige Klubobmann und jetzige Bürgermeister Günther Leichtfried konnten sich mit ihrem Team stolze 62,46 Prozent und 15 Mandate holen – eines mehr als bislang. Die ÖVP (24,42 Prozent) musste ein Mandat einbüßen und belegt nun sechs Sitze im Gemeinderat.

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