Strache: "Ich wurde sexuell belästigt"

Strache:
Wien

FPÖ-Chef Strache buhlt vor ­allem um die Stimmen von Rauchern und Islam-Gegnern.

Heinz-Christian Strache hatte ja bereits im großen ÖSTERREICH-Interview am Sonntag seinen Plan erklärt, wie er bei der Landtagswahl in Wien auf Platz 1 kommen will: Die Stimmen der vom geplanten Verbot erbosten Raucher sollen genau­so erobert werden wie die der Islamgegner. In der ORF-Pressestunde am Sonntag bekräftigte Strache dann:

Passivrauchen schädlich? Laut Strache nicht sicher
Auch wenn er zum Rauchen aufhören will: Sollte er Wiener Bürgermeister werden, will Strache die Hauptstadt zum Paradies für Raucher machen: So will er das Rauchverbot nicht umsetzen, es sei „verfassungswidrig“. Er bezweifelte allen Ernstes, dass Passivrauchen schädlich sei. Da gebe es unterschiedliche Erkenntnisse.

Strache sieht sich selbst als »der letzte Ritter«
Weiteres Reizthema: Der Islamismus. Er sei der Ansicht, dass der islamische Glaube „weder historisch noch kulturell zu Österreich“ gehöre. „Wenn Sie so wollen, bin ich vielleicht der letzte Ritter des Abendlandes“, rückte er sich in eine heroische Position.

Sexuelle Belästigung
Klar, dass Strache auch Volks-Rock’n’Roller Andreas Gabaliers Anti-Homosexuellen-Aussagen unterstützt. Und auch, dass Po-Grapschen strafbar wird, ist ihm ein Dorn im Auge. „Auch mir ist schon sexuelle Belästigung passiert. In der Regel sagt man sehr klar, dass man das nicht wünscht, und dann hat man eine Ruhe.“

VIDEO: News TV u.a. mit dem Thema "Strache: 'Ich wurde sexuell belästigt'"

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FP-Chef: "Können 
Erste werden"

  • Über die Wien-Wahl: „Es gibt Umfragen, die sehen die SPÖ bei 34 bis 36 % und uns bei 31 bis 33 %. Und der Wahlkampf hat noch nicht begonnen. Wir können Erste werden.“
  • Über den Bürgermeister-Anspruch: „Blau-Rot ist nicht unmöglich. Und wir würden den Zweiten der Wahl nicht ausgrenzen. Wir können den Anspruch auf den Bürgermeister stellen.“
  • Über das Rauchverbot: „Als Bürgermeister würde ich die Zwangsverordnung des Rauchverbots nicht umsetzen. Das ist ein Eingriff in die Menschenrechte.“

Teil 2 des Interviews mit FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache:

»Rückbau der Mariahilfer Straße«

ÖSTERREICH: Was würden Sie als Bürgermeister ändern? Machen Sie auch die rot-grüne Errungenschaft Mariahilfer Straße rückgängig?

HC STRACHE: Auch hier gehören die Bürger gefragt. Die wäre ja relativ einfach wieder zurückzubauen. Derzeit ist sie außerhalb der Wochenenden eine tote Straße. Die Geschäftsleute sind sehr unglücklich. Weiteres Thema wird die Sicherheit sein. Wir werden den Druck auf die Innenministerin erhöhen, Wien die zugesagten zusätzlichen 1.500 Polizisten zu geben. Passiert das nicht, stellen wir eine eigene Sicherheitswache in dieser Stärke auf.

ÖSTERREICH: Eine Strache-Armee?

HC STRACHE: Eine Sicherheitswache, die der Polizei untersteht und sie entlastet. Die sollen zu zweit in den U-Bahn-Stationen, in Parks, auf öffentlichen Plätzen patrouillieren. In Linz funktioniert das.

ÖSTERREICH: Was setzen Sie Häupls Gemeindebauoffensive entgegen?

HC STRACHE: Das ist doch ein Riesenskandal. Fünf Jahre passiert im sozialen Wohnbau nichts und dann klimpert der Bürgermeister fürs Plakat mit dem Schlüssel und verspricht 250 Wohnungen. Der vera… die Bürger doch. Wir brauchen drei-, viertausend Wohnungen, um der Mietpreisexplosion etwas entgegenzusetzen.


Video: Strache mit neuer Freundin

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