Airpods Pro - Kopfhörer der nächsten Generation

Airpods Pro - Kopfhörer der nächsten Generation

Apple hat wieder einmal von sich hören lassen. Doch sind die Airpods Pro magische Ohrwunder mit Geräuschunterdrückung, Transparenzmodus und exzellenter Klangqualität oder doch eine Gefahrenquelle?

Lärm nervt! Doch in manchen Situationen können ein Geräusch hier oder ein Rattern da Leben retten!
Vor Jahren spazierte ich entlang der 5th Avenue in New York in Richtung Central Park und wäre beinah von einem dieser Fahrradkuriere, die mit gut 40 km/h unterwegs sind, überfahren worden. 
 
Schuld daran waren meine Kopfhörer! Als Kind der 80er bin ich sehr an den technischen Neuerungen interessiert, aber auch an Hörbüchern. So kaufte ich mir zum krönenden Abschluss meiner New-York-Reise geräuschunterdrückende Kopfhörer, die ich gleich mit einem entsprechenden Steven King-Thriller am Smartphone ausprobieren musste. Und ich muss zugeben: Ich hatte die Wirkungsweise der Noise-Cancelling Ear-Buds immens unterschätzt! Weder Klingeln noch Rufe des pedaltretenden Boten hatte ich gehört – Wirkungsweise: exzellent, dennoch lebensgefährlich!
 
Airpods Pro
 
Seit dem Release der nächsten Generation der Apple AirPods – AirPods Pro – Ende Oktober 2019 kann ich mir vorstellen, dass auch andere Menschen solchen Gefahrenpotenzialen ins Auge blicken müssen. 
Um mir ein Bild von Klang, Noise-Cancelling, der neuen Technik, dem Ladecase und generell dem Tragekomfort machen zu können, habe ich die neuen Apple Airpods Pro einem Test unterzogen. 
 
Der Grundgedanke der Geräuschunterdrückung stammt eigentlich aus dem Flugverkehr. Ursprünglich war die Geräuschunterdrückung dafür da, den tieffrequenten Lärm – auch Brummen genannt – in Flugzeugen zu unterdrücken, da dieser viele Gesundheitsrisiken birgt. Der auch als Infraschall bekannte Lärm reizt mit seinem Brummen im Frequenzbereich unter 20 Hertz vor allem die Amygdala – das Angstzentrum im Gehirn. Dadurch können Schlafstörungen, Ängste, aber auch Depressionen und Gleichgewichtsstörungen ausgelöst werden. 
Für Vielflieger natürlich praktisch, da die Lebensqualität im Flugzeug steigt… aber im Straßenverkehr?
 
Airpods Pro im Vergleich zur Vorgängerversion
 

Airpods Pro: Mit drei Größen rein ins Vergnügen
 

Durch die schweiß- und wasserresistente Bauweise der Apple AirPods ist es dem Träger unbegrenzt möglich, sich auditiv abgeschottet von der Außenwelt, in dieselbe zu stürzen und sich aktiv den dort lauernden Gefahren zu stellen. Radfahren, Laufen, Inline-Skaten uvm. sollen ohne Weiteres möglich sein, ohne dass die Airpods Pro ihren „Halt verlieren“ oder der Klang darunter leidet - und das mit einer großen Menge an Special-Features!
Diese Noise-Cancelling-Kopfhörer verbinden sich wie von selbst - wireless - mit dem iPhone oder der Apple Watch und blenden gleichzeitig alle unerwünschten, jedoch vielleicht auch erwünschten Geräusche der Umgebung aus. Wie das funktioniert? Das Design der AirPods Pro ist einzigartig. Sie sind die ersten In-Ear-Kopfhörer, die sich kontinuierlich der Geometrie der Ohren anpassen, sodass die Tips den Ohr-Kanal verschließen und absolut keinen Mucks mehr durchlassen. So kann man sich voll und ganz auf das Klang-Erlebnis konzentrieren. Drei verschieden-große Tips sind im Lieferumfang enthalten, wovon doch einer passen sollte. Schließlich will man Apple doch glauben, wenn es heißt: „One size fits it all!“
 
Airpods Pro
 

Drinnen und draußen – Sound is all around … or nowhere?

 
Jeder Tip der AirPods Pro ist mit zwei Mikrofonen ausgestattet, die Umgebungsgeräusche eliminieren sollen. Das nach außen gerichtete Mikrofon erkennt und analysiert diese Geräusche. Die neuen In-Ear-Kopfhörer von Apple erzeugen jedoch den passenden Antischall, sodass Umgebungsgeräusche einfach ausgeblendet werden, bevor man diese überhaupt wahrnehmen kann. 
Das nach innen gerichtete Mikrofon ermittelt unerwünschte In-Ear-Geräusche, die ebenfalls durch den Antischall neutralisiert werden. Und laut Apple wird diese „Geräuschunterdrückung satte 200 Mal pro Sekunde angepasst“! 
Noch etwas hat sich verändert: Die AirPods Pro sind wesentlich kürzer als das Nicht-Pro-Modell, bieten aber dennoch den vollen Hörgenuss von 5 Stunden, wie es bislang der Fall war. Benutzt man die Geräuschunterdrückung, verkürzt sich die Lebensdauer der Akkus um eine halbe Stunde. Gleich geblieben ist auch das Aufladen über das Ladecase, welches bereits nach fünf Minuten Laden eine Benutzungsdauer von 60 Minuten garantiert. Mit mehreren Zwischenstopps im Ladecase garantieren die Airpods Por sogar 24 Stunden Klang-Vergnüngen der ganz besonderen Art. 
Auch das Ladecase lässt sich entweder via Lightning-Strippe oder kabellos aufladen. 
 
Apple-Produkte
 

Ein Audio-Erlebnis für (fast) alle Ohren

 
Um auf das neue, etwas kürzere Design zurückzukommen:  Im Vergleich sind die AirPods Pro mit ihrer Länge von nun 30,9 mm zwar um ein Viertel kürzer, mit einem Gewicht von 5 Gramm jedoch um 35 % schwerer als das Vorgängermodell. Aus diesem Grund werden auch schon die ersten Stimmen laut, die die neuen AirPods Pro vor allem bei längerem Tragen als zu schwer empfinden. 
Ein weiteres Problem, das die AirPods-Macher im Headquarter von Apple jedoch bereits angegangen sind, ist der ansteigende Druck in den Ohren beim längeren Tragen der Airpods. Um diesen Case zu lösen, hat Apple einen Drucksensor implementiert, der am unteren Ende der In-Ear-Kopfhörer sitzt und den man einfach kurz drücken muss, um den Druck wieder auszugleichen.  Es gibt also auch kein ewiges gegen die Ohren-Tippen mehr! Und dieser Druckausgleich funktioniert auch noch, ohne dass die Noise-Cancellation deaktiviert werden muss – die Gefahrenkulisse bleibt also unverändert!
Hat man aber den passenden Tip gefunden, ist das Klang-Erlebnis exzellent! Egal, ob Musik, Hörbuch oder auch die nächste Serie: Test bestanden!
 
Airpods Pro
 

Ein Schlagabtausch mit Siri?

 
Wie bereits erwähnt, funktioniert der Druckausgleich über das Drücken eines Sensors am unteren Ende der AirPods Pro – und das ist vollkommen neu! Bislang musste man sich bei einem Anruf, beim Skippen der Musik-Tracks oder der Kapitel im Audio-Book mehrmals mit dem Finger gegen die Ohren tippen, was nicht nur eigenartig aussah, sondern auch etwaige Folgeschäden des Gehörnervs bzw. des Fingers, wenn nicht gar des Gehirns nach sich ziehen hätte können. Ein weiteres Special-Feature wurde im Zusammenhang mit dem leichten Druck gefeatured: Siri, die wohl jedem iPhone-Besitzer bekannt sein dürfte, liest nun auch eingehende Nachrichten vor – natürlich nur, wenn man sie lässt…
 
Airpods Pro im Vergleich zu den Airpods
 

Alles zum „Ear Tip Fit Test“

 
Es dauert nur wenige Minuten für den Test, ob die Airpods Pro ins Ohr passen oder nicht. Zum Glück hat man 3 Silikon-Tips zur Auswahl, sodass jedes Ohr den passenden Halt liefert! Und da mir die Tips nach ca. 2 Sekunden aus dem Ohr gefallen sind, war mir klar, was Apple mit dem Slogan „Spüren wirst du nur den Sound“ letztendlich gemeint hat….
Andererseits kann man in vielen anderen Airpods Pro-Reviews reinste Lobeshymnen über die „perfekte Passform“ der neuen Kopfhörer von Apple lesen und so denke ich, dass es einfach nur an der vorherrschenden Präferenz liegt – einigen passen die „Buds“ besser, andere bevorzugen „In-Ear“-Modelle. 
 
Airpods Pro
 

The Sound of Magic!

 
Die Apple Airpods Pro gefallen mir wesentlich besser als die Airpods der letzten Generation - dass sie kürzer sind, steht ihnen gut! Sie sehen sehr elegant aus, haben einen fantastischen Sound und wesentlich bessere Bassklänge. Dass so, wie Apple sagt, „Magie klingt“, halte ich für übertrieben, aber wer weiß schon, wie Magie klingt? Auch ist die Geräuschunterdrückung  sehr ausgeprägt, was man als positiv und in meinem Fall ebenso als negativ bewerten könnte, aber das ist wohl ein anderes Thema…
Die Nutzungszeit von 5 Stunden nach vollständiger Aufladung ist jedoch gleich geblieben. Das Ladecase verfügt über einen Lightning-Anschluss – leider kein USB-C! Die Apple Airpods Pro können aber auch mit Qi-Charging via Bluetooth geladen werden.
 
Airpods Pro im Test
 

Nachhaltigkeit – Nein, danke!

 
Die Apple Airpods Pro sind leider nicht so umweltfreundlich wie gedacht. Eines der größten Mankos ist, dass man die Kopfhörer nach rund zwei Jahren neu kaufen muss. Denn nach spätestens zwei Jahren müssen der Akku der AirPods Pro, aber auch jener vom Ladecase gewechselt werden. Das hat den stolzen Preis von 165 Euro. Für einen Neu-Preis von 279 Euro ist das schon ein ganz schönes Sümmchen….
Zielt man auf eine längerfristige Nutzung ab, kommt man an Apple Care – dem Experten-Support durch Apple – nicht vorbei. Die Kosten für den Experten-Telefon-Support belaufen sich auf „nur“ 39 Euro und durch den Akkuwechsel kann die Lebenszeit der Airpods um etwa 4 Jahre verlängert werden. Der Fairness halber sollte man aber auch sagen, dass sämtliche Bluetooth-Kopfhörer der Konkurrenz eine ähnlich kurze Lebensdauer haben wie die Airpods Pro. Beim Apple-Produkt  ist jedoch der Tausch wesentlich einfacher, da man dazu nur in einen Apple-Shop gehen muss. 
Aber nicht nur iPhone-Besitzer können in das Vergnügen der Airpods Pro kommen. Auch für Android-Nutzer gibt es die Möglichkeit, das Klang-Erlebnis der Airpods Pro zu genießen. Ganz einfach kabellos, wie alle anderen Bluetooth-Kopfhörer verbinden und es kann los gehen! 
 
Airpods Pro
 

Fazit

 
Die Apple Airpods Pro sind ähnlich beliebt wie andere Produkte des Tech-Giganten Apple. iPhone, iPad, Airpods usw. haben Fans auf der ganzen Welt und auch das Wegwerf-Produkt der nächsten Generation, die Apple Airpods Pro, sind seit der Einführung am 30. Oktober 2019 wieder der Apple-Renner – seit dem erstmaligen Release der Airpods vor mehr als drei Jahren wurden die sie bereits über 75 Mio. Mal verkauft – Zahlen, die für Apple sprechen!
Alles in allem erhält man mit den Airpods Pro ein exzellentes Gesamtpaket neuester Technologie mit erstklassigem Klang, Noise-Cancelling sowie einem hohem Tragekomfort, der es zulassen könnte, die In-Ear-Kopfhörer ohne Probleme stundenlang zu tragen. 
Ein Manko ist, dass Nachhaltigkeit bei den Airpods-Produkten nicht groß geschrieben wird, denn wie die Airpods der ersten sind auch jene der nächsten Generation In-Ear-Kopfhörer mit Ablaufdatum. Ein Argument, das gegen den Einführungspreis von 279 Euro spricht. Entscheidet man sich für den Experten Support „Apple Care“ kostet das auch wieder. In Summe zeigt Apple, dass man sich immer wieder auf die neuesten der Produkte freuen darf. Noise-Cancelling heute, färbige Airpods in 2020 – so klingt vielleicht nicht Magie, aber wahrscheinlich Zukunftsmusik!
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